Antje Schworm

Foto von Antje Schworm mit Text "Kompromissfinderin"

Bachelorandin
DREWSEN SPEZIALPAPIERE GmbH & Co. KG

Akademischer Abschluss:
Bachelor of Engineering

Studiengang:
Allgemeiner Maschinenbau

Hochschule:
Hochschule Hannover

Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Mein Name ist Antje Schworm, ich bin 24 und komme aus der Nähe von Celle.

Was haben Sie vor dem Studium gemacht?

Ich habe bis zur 9. Klasse das Gymnasium Ernestinum in Celle besucht und bin dann an das Technische Gymnasium in Burgdorf gewechselt. Dort habe ich mein Abitur im Bereich Elektrotechnik gemacht.

Warum haben Sie sich für das Studium entschieden?

Nach dem Abitur war mir klar, dass ich etwas Technisches studieren wollte. Aber ich war mir noch nicht sicher, was genau. Zwischen Elektrotechnik, Mechatronik und Maschinenbau konnte ich mich nicht entscheiden. Aus diesem Grund habe ich 2013 am Niedersachsen-Technikum teilgenommen. Das ist ein Orientierungsprogramm, welches sich an Abiturientinnen richtet und ihnen ermöglicht, ein halbes Jahr in das Studium zu schnuppern und gleichzeitig noch ein Praktikum in einem technischen Unternehmen bietet.

Was war das Beste an Ihrem Studium? Was war Ihr Lieblingsfach oder Lieblingsprojekt?

Lieblingsprojekte waren die, wo ich zusammen mit meiner Lerngruppe Projekte praktisch umsetzen konnte. Zum einen haben wir einen Aufsteller für zwei Solarmodule konstruiert und gebaut. Zum anderen haben wir einen Prüfstand für einen Sterlingmotor konstruiert und gebaut. Danach musste der Versuch für den Sterlingmotor neu in Betrieb genommen werden.

Würden Sie den Studiengang nochmal studieren und wenn ja, warum?

Jein, mir hat das Studium sehr viel Spaß gemacht. Allerdings habe ich bei den Vertiefungsmodulen gemerkt, dass mich auch die Verfahrenstechnik sehr interessiert. Deshalb würde ich mich heute für den Studiengang Verfahrens-, Energie- und Umwelttechnik entscheiden. Dieser Studiengang unterscheidet sich in den ersten drei Semestern nicht vom Maschinenbau. Bietet danach jedoch tiefere Einblicke in die Verfahrenstechnik. Dennoch bin ich mit meinem Studiengang sehr zufrieden. Die Einblicke in die Verfahrenstechnik konnten mir die Vertiefungsmodule auch bieten. Ich möchte später jedoch gerne die eine oder andere Fortbildung zum Thema Verfahrenstechnik besuchen.

Was ist Ihr Thema der Bachelorarbeit und was haben Sie dabei gelernt?

Thema ist die Bestandsaufnahme und die Bewertung der Wärmerückgewinnung. Dazu soll ein Benchmark entwickelt werden. Außerdem sollen noch Verbesserungen vorgeschlagen werden.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Mein Arbeitstag beginnt zwischen 7:00 und 7:30 Uhr. Zuerst mache ich mir einen Plan, was an diesem Tag erledigt werden soll (meist klappt das nicht, weil etwas Unvorhergesehenes passiert). Den Großteil meines Tages verbringe ich zurzeit am Schreibtisch damit, Messdaten auszuwerten und zusammen zu fassen. Dennoch schaue ich mir immer wieder Dinge vor Ort an, um Vorstellungen von den Messstellen und Anlagen zu haben. Man muss die Anlage verstehen, um Aussagen über die Zahlen treffen zu können. Die Mittagspause verbringe ich meistens mit meinem Kollegium in der Kantine. Danach geht es zurück an die Arbeit. Der Arbeitstag endet zwischen 15:30 und 16:00 Uhr.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Praxissemester besonders gut?

Das Umsetzen von der Theorie in die Praxis gefällt mir besonders gut. Auch, dass meine Arbeit von Mehrwert für das Unternehmen ist. So konnte ich z.B. verfolgen, wie die Ideen des Bacheloranden vor mir im Sommer in die Tat umgesetzt wurden.

Was sind Ihre beruflichen Ziele für die kommenden Jahre?

Ich hoffe den Job zu finden, der zu mir passt. Dieser Job sollte mir vor allen Dingen Spaß machen. Ich möchte gerne zur Arbeit gehen. Mein Traum ist es, irgendwann mal Projekte von Anfang an bis zum Ende zu begleiten.

Welche Tipps haben Sie für zukünftige MINT-Studierende?

Lasst euch nicht abschrecken! Man muss nicht jede Prüfung im ersten Versuch bestehen und man darf ruhig auch ein Semester länger brauchen. Genießt auch das Leben außerhalb des Studiums! Und ganz wichtig, bildet Lerngruppen. Dann hat irgendjemand immer einen Plan, wie man bestimmte Probleme/Aufgaben lösen kann. Trefft euch mit eurer Gruppe auch mal außerhalb des Lernens. Oft werden aus Lernpartner_innen Freund_innen.


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